Die Freilandhaltung von Legehennen gewinnt aus Gründen des Tierwohls und der Verbrauchernachfrage zunehmend an Bedeutung, setzt die Tiere im Auslauf jedoch Greifvögeln wie Habicht, Bussard und Milan aus. Neben den unmittelbar gerissenen Tieren entstehen erhebliche indirekte Schäden: Panik in der Herde, Verletzungen, Leistungseinbrüche und eine dauerhaft reduzierte Nutzung des Auslaufs. Da Greifvögel geschützt sind, muss jede Abwehr nichtletal erfolgen; statische Maßnahmen wie Vogelscheuchen oder Flatterbänder verlieren durch Gewöhnung schnell ihre Wirkung. Ziel ist daher ein mobiler Roboter, der Angriffe sensorisch erkennt und die Abwehr nur ereignisgesteuert auslöst.
Aufgaben
– Konstruktion und Aufbau eines Sensor- und Aktormoduls für einen mobilen Roboter mit Mikrofon, Kamera und zwei Hochleistungs-LED-Scheinwerfern
– Aufbau eines Rechenmoduls mit GPU-fähigem PC inkl. Entwurf der Softwarearchitektur
– Betrieb der neuronalen Netze zur akustischen und visuellen Detektion in Docker-Containern, verwaltet über Portainer
– Implementierung eines aperiodischen Random Walks zur Überwachung der Auslauffläche
– Implementierung eines reaktiven Fahrverhaltens auf Basis der Detektionen der Netze
– Implementierung eines GPS-Geofencings zur Begrenzung des Arbeitsbereichs
Erforderliche Vorkenntnisse
– Erfahrung mit mobilen Robotersystemen
– Kenntnisse von ROS2
– Erfahrung mit Docker bzw. Containerisierung ist von Vorteil
– Grundkenntnisse im Bereich neuronaler Netze
– Programmierkenntnisse in Python und C++
– Bereitschaft zur praktischen Hardwarearbeit (Mechanik, Elektrik, Außeneinsatz)
